Über meine Seifen

Auschließlich aus pflanzlichen Fetten und Ölen sind meine Seifen gesiedet. An Produkten tierischer Herkunft verwende ich Honig, Schafwollfett (Lanolin anhydrit), Milch- und Milchprodukte wie Quark und Sahne, außerdem Seide bzw. Seidenproteine. Die Farben sind i.d.R. natürliche Erden oder Kosmetikpigmente. Ich bedufte die Seifen mit Parfumölen, die für Seife und/oder Kosmetik zugelassen sind (einige allerdings nur in den USA und nicht in der EU) und mit ätherischen Ölen.
Weitere Zutaten sind diverse Pflanzen (Ringelblumen, Kräuter etc.), Obst und Gemüse (Aprikosen, Bananen, Gurken…), Salz und Sole, Kokos- und Sojamilch, Kakao und Schokolade, Sand, Mohn, und noch mehr. Verseifen kann man vieles…..

Meistens stelle ich die Seifen im sog. Kaltverfahren her. Manchmal mache ich eine Heißverseifung, bei der man gezielt mit einem Öl/Fett überfetten kann. Schwimmseifen entstehen auch im Kaltverfahren. Dieser Begriff „Kaltverfahren“ sagt nur aus, dass keine zusätzliche Wärme zugeführt wird. Der Seifenleim kann aber durchaus sehr heiß werden, besonders wenn man eine sog. Gelphase anstrebt – was bei mir selten ist.

Immer wieder wird festgestellt, dass ich inzwischen sehr viel Schaumfett einsetze, welches ja angeblich die Haut austrocknet. Zum einen ist natürlich jede Haut anders! Und zum anderen sorgt eine wirklich lange Reifezeit – mind. 6 Monate – dafür, das die Seifen schön mild werden. Ich singe ein Loblied auf lange Ruhezeiten für die Seife 🙂

Seifensieden ist ein sehr spannendes und kreatives Hobby.

Einfach verkaufen darf man Seife nicht. Da gibt es Auflagen, die aber von den Ämtern, bzw. zuständigen Sachbearbeitern, unterschiedlich streng ausgelegt werden. Zuständig ist dein örtliches Veterinäramt, nur dessen Auskünfte sind für dich bindend.

Im privaten Rahmen tauschen oder schenken darf man die Seifen selbstverständlich.

8 Kommentare zu Über meine Seifen

  1. Cathy sagt:

    Huhu,

    erst einmal ein Kompliment, deine Seite ist wiklich schön geworden und sehr üersichtlich.

    Ich bin auf deiner Seite gelandet, als ich nach Kardamom Äö oder Pö gesucht habe. Du hast es in einer Seife wohl als Pö verwendet. Wo in aller Welt bekommt man das her???
    Wäre dir für einen Tip unsagbar dankbar. 🙂
    Viele liebe Grüße und weiter seifeln…

    Cathy

  2. Lavendelhexe sagt:

    Danke Cathy. Ich habe es bei Baccararose gekauft. 🙂

  3. Silke sagt:

    Guten Abend

    Bin über einen Link auf Deine Seite gestoßen. Ich suche nämlich Rezepte
    ( alle außer Seife ) z. B. Handcremes, Körperbutter….. mit frischer Ziegenmilch. Vielleicht kannst du mir weiterhelfen ?

    Liebe Grüße
    Silke

  4. Lavendelhexe sagt:

    Beantwortet per Mail 🙂

  5. Nixe1970 sagt:

    Meine Güte Lavendelhexe hast Du aber schon schöne Seifen gemacht, da habe ich mir doch gleich mal ein paar Anregungen geholt. Die Seifenschalen aus Fimo sind ja wunderschön. Da muss ich mich doch noch mal belesen, was die Technik angeht. Mal sehen, ob ich so etwas auch anfertigen könnte……
    LG von der Nixe (Rührküche)

  6. Sandra sagt:

    hallo,

    das ist ein sehr interessanter block…finde es toll, wenn jemand seine „geheimnisse“ mit uns anfängern teilt.

    du hast oben geschrieben, dass du die gelphase selten anstrebst. wie verhinderst du die in der blockform???

    meine farben kriegen meistens diese patina-krakel optik…in einigen sieht das sehr schön aus, aber meist ärgere ich mich.

    hab – wenn ich schon mal dabei bin – noch 2 weitere fragen:

    falls du tio benutzen solltest, wie mischst du das an??? in welchem verhältnis und womit (öl, wasser, direkt in die lauge oder gar in den leim)???

    und die 2.: warum glänzen deine seifenstücken??? gehen sie nach dem ausformen, schneiden etc. noch mal in ein bad??? wenn ja, in welches???

    ich würde mich echt über eine antwort deinerseits freuen und wünsche dir weiterhin viel spaß beim sieden 😉

    liebe grüße
    sandra

  7. Lavendelhexe sagt:

    Hallo Sandra,

    oft knipse ich meine Seifen direkt nach dem ausformen. Wenn die Formen im Tiefkühler waren, sind die Seifen also noch feucht vom Schwitzwasser. Der Glanz trocknet wieder weg.
    Ich siede nur kleine Mengen, höchstens 500 g Fett und meine Blockform ist eine einfache Plastikdose. Da entsteht nicht soviel Wärme, deshalb habe ich selten eine Gelphase.
    Und das TiO mische ich mit etwas Wasser an und das kommt dann zum Seifenleim und wird mit dem Stabmixer untergerührt. Wenn man den ganzen Seifenleim aufhellen möchte, kann man das Titanweiß auch zur Lauge geben. Öh, Mengen – also auf 500 g Fett etwa einen Teelöffel voll.

    Dir auch viel Freude beim sieden!

    Herzliche Grüßlis,
    Lavendelhexe

  8. Sandra sagt:

    danke, danke, danke für deine antworten.

    habe mich grad riesig darüber gefreut. werde deinen blog weiterverfolgen 😉

    liebe grüße :mrgreen:

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